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Einordnung der Debatte um mögliche Anwendung neuer Entgeltsysteme

Die Diskussion im Rahmen des AgNes-Verfahrens zeigt: Wir sind regulatorisch an einem entscheidenden Punkt für den weiteren Hochlauf von Großspeichern in Deutschland.

 

Zunächst das Positive – und das ist wichtig zu betonen:Die Richtung stimmt. Dynamische Netzentgelte sind grundsätzlich sinnvoll und systemlogisch. Wer das Netz belastet, sollte zahlen. Wer es entlastet, sollte entlastet bzw. belohnt werden. Genau dieses Prinzip unterstützt die Energiewende, macht Netzengpässe sichtbar und kann helfen, Redispatch-Kosten nachhaltig zu senken. Dass die Bundesnetzagentur diesen Weg grundsätzlich geht und Speicher stärker als systemrelevante Flexibilitätsoption einbindet, ist ausdrücklich zu begrüßen

 

Aber entscheidend ist die konkrete Ausgestaltung

 

Besonders intensiv – und aus gutem Grund – wurde im Workshop zum AgNes-Prozess Ende Januar der Punkt Vertrauensschutz diskutiert. Die mögliche Anwendung neuer Entgeltsysteme auf Bestandsanlagen ist bislang offen. Es gibt keine klare Entscheidung – aber eine enorme Tragweite für Investitions- und Finanzierungssicherheit.

 

Genau hier liegt das größte Risiko

 

Die Energiewende lebt davon, dass Investitionen langfristig kalkulierbar sind.Werden regulatorische Rahmenbedingungen rückwirkend zum Nachteil von Investoren verändert oder bestehende Befreiungen aufgehoben, wird nachträglich in getätigte Investitionen eingegriffen und die Unsicherheit im Markt steigt massiv.

 

Schon heute sind die Unsicherheiten hoch


Flexible Connection Agreements (FCAs) bringen operative Einschränkungen mit sich, die technisch sinnvoll sein können – wirtschaftlich aber zunehmend komplex zu bewerten sind. Die Vielzahl möglicher Betriebsbeschränkungen macht Finanzierungen bereits heute anspruchsvoll.

 

Zudem unterliegen Großspeicher bereits heute vollständig den Marktrisiken – etwa schwankenden Marktpreisen oder steigenden Kapitalzinsen – ohne dafür Förderungen oder Kapazitätszahlungen zu erhalten.

 

Entsteht zusätzlich die Unsicherheit, dass sich Netzentgeltlogiken rückwirkend ändern könnten, führt das unweigerlich zu Zurückhaltung bei Banken und Investoren – und erhöht das Risiko, dass Investitionskapital aus Deutschland abfließt. Umso problematischer ist das, weil der Markt für Großbatteriespeicher trotz technologischer Reife noch in einer frühen Aufbauphase steckt und der heutige Bestand nur einen Bruchteil des tatsächlich benötigten Ausbaus darstellt.

 

„Die Planungssicherheit für Projekte war mit Blick auf die Netzentgeltreform bereits stark eingeschränkt – dass die Bundesnetzagentur nun auch die Befreiung für Bestandsanlagen infrage stellt, ist eine neue Eskalationsstufe. Vertrauen ist keine Grundlage, auf der Investitionsentscheidungen in dreistelliger Millionenhöhe getroffen werden können; entsprechend groß ist aktuell die Verunsicherung bei Banken und Fremdkapitalgebern. In einer so stark regulierten Branche wie der Energiebranche ist dieses Vorgehen ein beispielloser Präzedenzfall, der bereits volkswirtschaftlichen Schaden verursacht hat und weiteres Vertrauen in regulatorische Aussagen untergräbt.“ - Christoph Ostermann.

Das reale Risiko:


Im schlimmsten Fall eine dauerhafte Speicherlücke im System. Nicht, weil Speicher technisch nicht verfügbar wären. Sondern weil Investitionsentscheidungen aufgeschoben oder aufgehoben werden. Das wäre ein systemischer Rückschritt – genau in einer Phase, in der Speicher für Netzstabilität, Integration erneuerbarer Energien und Versorgungssicherheit dringender gebraucht werden denn je.

 

Die Position ist daher klar:

 

Dynamische Netzentgelte unterstützen wir ausdrücklich. System- und Netzdienlichkeit müssen belohnt, Netzbelastungen bepreist werden.

 

Aber: Investitionen müssen ausreichend attraktiv sein und auf stabilen Rahmenbedingungen beruhen. Werden die Spielregeln nachträglich zulasten der Wirtschaftlichkeit verändert, entsteht ein volkswirtschaftlicher Schaden. Denn am Ende gilt: Ohne planbare Amortisation und tragfähigen ROI gibt es keine Investitionen in die deutsche Infrastruktur – und damit keine erfolgreiche Energiewende.

 

Energiewende braucht Mut zur Veränderung. Aber sie braucht genauso Verlässlichkeit.

 

Fehlt jedoch diese Verlässlichkeit, wird aus Tempo Stillstand – mit spürbaren Folgen für Netzstabilität und Versorgungssicherheit in Deutschland.



 
 
 

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