
KURZSTUDIE:
EXECUTIVE SUMMARY & DOWNLOAD
Auswirkungen von Betriebseinschränkungen für Batteriegroßspeicher durch Netzbetreiber-Vorgaben.
Wichtigste Erkenntnisse auf einen Blick
Der schnelle Ausbau von Großbatteriespeichern ist ein zentraler Baustein der Energiewende. Gleichzeitig stellt der „Batterie-Tsunami“ Netzbetreiber, Speicherbetreiber und Vermarkter vor neue technische, operative und wirtschaftliche Herausforderungen. Insbesondere vier Betriebsvorgaben – Wirkleistungsbeschränkungen, reduzierte Wirkleistungsgradienten, Limitierung vermarktbarer Regelleistung und vorzeitige Fahrplanfestlegungen – rücken zunehmend in den Fokus. Sie sollen Netzstabilität sichern, erzeugen jedoch auch systemische Effekte, die weit über den Speicherbetrieb hinausgehen.
Für green flexibility ist das Ziel der Kurzstudie deshalb klar: Die Perspektiven von Netzbetreibern, Vermarktern und Speicherbetreibern gleichberechtigt sichtbar zu machen und ein gemeinsames Verständnis der Wirkmechanismen zu schaffen. Nur so können künftige Instrumente entwickelt werden, die Netzstabilität sichern und gleichzeitig die volkswirtschaftliche Bedeutung von Flexibilität erhalten.
„Wir bei green flexibility wollen ein Teil der Lösung sein. Dafür braucht es ein gegenseitiges Zuhören und das Verständnis, wie unterschiedliche Werkzeuge die Interessen von Netz, Markt, System und Speicherbetrieb zusammenbringen können. Wenn wir die Wirkung dieser Ansätze gemeinsam bewerten, entstehen Lösungen, von denen alle profitieren. Genau hier möchten wir entscheidende Impulse setzen,“ so Christina Hepp, Director Strategy von green flexibility.
Unsere Analysen zeigen:
Die Einschränkungen adressieren reale Herausforderungen der Netzbetriebsführung – gleichzeitig bergen sie volkswirtschaftliche Nachteile, die bei flächendeckender Anwendung sowohl die Effizienz des Strommarkts, die Nutzung vorhandener Netzkapazitäten als auch die Flexibilität des Gesamtsystems beeinträchtigen können.
Zentrale Erkenntnisse der vier untersuchten Eingriffsmöglichkeiten
1. Wirkleistungsbeschränkungen
Sie reduzieren lokale Netzrisiken und sichern planbare Netzauslastungen.
Doch die Ausgestaltung entscheidet über die volkswirtschaftliche Wirkung:
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Statische Leistungsbegrenzungen führen im untersuchten Netzgebiet zu 5840 eingeschränkten Stunden, während dynamische Beschränkungen mit nur 240 Stunden nahezu denselben netzplanerischen Effekt erzielen.
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Entsprechend unterscheiden sich die Erlöswirkungen: Statische Hüllkurven –25 %, dynamische Vorgaben –1 %.